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Erkältungszeit beginnt

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★ Thema der Woche · KW 36 · 31. August 2026

Die Erkältungszeit beginnt – was wirklich schützt

Kaum sind die Klassenzimmer wieder voll, machen die ersten Infekte die Runde – erst bei den Kindern, dann in der ganzen Familie. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden erklären wir, was nachweislich vor Ansteckung schützt, was von „Immunboostern“ zu halten ist – und wann eine Erkältung ärztlich abgeklärt gehört.

Schnell informiert – unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Hände waschen – richtig

20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern und an den Daumen. Das ist die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Erkältungsviren – unspektakulär, aber gut belegt.

Tipp 2

Lüften, schlafen, rausgehen

Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Virenlast in Innenräumen, ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft halten die Abwehr arbeitsfähig – ganz ohne Präparat.

Tipp 3

Krank ist krank

Wer Fieber hat oder sich richtig krank fühlt, gehört nach Hause – das schützt Kolleginnen, Mitschüler und einen selbst. Für Kinder gilt das besonders.

Aus der Apotheke

Gut gerüstet in den Herbst

In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden und im Online-Shop finden Sie Nasenspülungen, Fieberthermometer, Händehygiene für unterwegs sowie Vitamin- und Mineralstoffpräparate – mit ehrlicher Beratung, was davon für Sie sinnvoll ist.

Zum Online-Shop →
Persönliche Beratung

Hausapotheke winterfest machen

Wir schauen mit Ihnen, was für die Erkältungssaison fehlt, prüfen Haltbarkeiten und Wechselwirkungen mit Ihrer Dauermedikation – bevor der erste Infekt da ist.

Jetzt anrufen: 0611 / 30 28 09
Ausführlich erklärt

Gesund durch die Erkältungszeit

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich rund um Vorbeugung und Selbstmedikation in der Erkältungszeit.

Warum es jetzt losgeht

Erkältungen werden von einer Vielzahl von Viren ausgelöst, die vor allem dort zirkulieren, wo viele Menschen eng zusammenkommen – Klassenzimmer, Büros, Busse. Mit dem Schulstart nimmt der Kontakt sprunghaft zu, und weil Kinder viele dieser Viren zum ersten Mal treffen, erwischt es sie deutlich häufiger als Erwachsene. Das ist normal und gehört zur Entwicklung des Immunsystems – auch wenn es sich im Familienalltag nicht so anfühlt.

Übertragen werden die Viren auf zwei Wegen: über Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen – und über die Hände, wenn man Flächen berührt und sich anschließend an Nase, Mund oder Augen fasst. Genau an diesen zwei Wegen setzen die Maßnahmen an, die wirklich etwas bringen.

Was nachweislich hilft

+ Hände waschen: 20 bis 30 Sekunden mit Seife, mehrmals täglich – nach dem Nachhausekommen, vor dem Essen, nach dem Naseputzen. Unterwegs ergänzt ein Händedesinfektionsmittel, zu Hause genügt Seife völlig.

+ Nicht ins Gesicht fassen: leichter gesagt als getan, aber der direkte Weg der Viren zur Schleimhaut.

+ Stoßlüften: mehrmals täglich für einige Minuten, gerade in Besprächungsräumen und Kinderzimmern.

+ In die Armbeuge husten und niesen – und Papiertaschentücher nur einmal verwenden.

+ Ausreichend Schlaf: Wer dauerhaft zu wenig schläft, ist nachweislich anfälliger für Infekte.

+ Bewegung an der frischen Luft: regelmäßige moderate Aktivität unterstützt die Abwehr – bei einem akuten Infekt mit Fieber gilt dagegen: Pause.

+ Nicht rauchen: Rauchen schädigt die Schleimhäute der Atemwege, die erste Barriere gegen Viren.

Was Sie sich sparen können: die Wohnung mit Desinfektionsmitteln zu behandeln. Für den normalen Haushalt reichen übliche Reinigung und Händewaschen – Flächendesinfektion ist medizinischen Bereichen vorbehalten.

„Immunbooster“ – eine ehrliche Einordnung

Im Herbst werden Präparate beworben, die das Immunsystem angeblich „stärken“ oder „boosten“. So einfach ist es nicht: Ein gesundes Immunsystem lässt sich nicht durch ein Präparat über sein normales Niveau hinaus steigern – und solche Werbeversprechen sind für Nahrungsergänzungsmittel auch gar nicht zugelassen.

Richtig ist: Die Vitamine C und D sowie Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Entscheidend ist das Wort „normal“ – eine Ergänzung ist dann sinnvoll, wenn ein Mangel besteht oder droht. Bei ausgewogener Ernährung ist das bei Vitamin C und Zink selten der Fall. Beim Vitamin D sieht es anders aus: Die körpereigene Bildung über die Haut geht ab Oktober in unseren Breiten stark zurück. Ob und in welcher Dosierung eine Ergänzung über den Winter für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gerne – bei Unsicherheit schafft eine Blutwertbestimmung Klarheit.

Von hochdosierten Kombipräparaten „auf Verdacht“ raten wir ab – mehr hilft hier nicht mehr, und fettlösliche Vitamine reichern sich im Körper an. Ehrliche Beratung heißt bei uns auch zu sagen, wann Sie nichts brauchen.

Jetzt an die Impfsaison denken

Für Menschen ab 60, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal empfiehlt die Ständige Impfkommission die jährliche Grippeimpfung; der übliche Zeitraum dafür beginnt im Oktober. Auch eine Auffrischung des Corona-Schutzes kann je nach Alter und Vorerkrankung anstehen. Sprechen Sie Ihre ärztliche Praxis rechtzeitig an – in einem eigenen Beitrag schauen wir uns das Thema in zwei Wochen genauer an.

Wenn es Sie doch erwischt

Eine gewöhnliche Erkältung dauert etwa eine Woche und heilt von selbst. Was hilft: Ruhe, ausreichend trinken, Nasenspülungen mit Salzlösung, bei Bedarf kurzfristig abschwellende Nasensprays – diese aber nicht länger als etwa eine Woche, sonst gewöhnt sich die Schleimhaut daran. Bei Fieber und Gliederschmerzen können rezeptfreie Schmerz- und Fiebermittel Beschwerden lindern; bei Kindern richtet sich die Auswahl nach Alter und Gewicht – wir beraten Sie dazu. Wann ein Kind zu Hause bleiben sollte, haben wir im Beitrag zum Schulanfang zusammengefasst.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Akute Atemnot oder Brustschmerz – sofort Notruf 112

hohes Fieber, das länger als drei Tage anhält oder nach Besserung zurückkehrt

starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden oder starke Ohrenschmerzen

Husten, der länger als drei Wochen besteht

Beschwerden bei Säuglingen – bei Fieber unter drei Monaten immer sofort

chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen im Zweifel frühzeitig

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 31. August 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt, auch für Bildmaterial. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zur Erkältungszeit

Kommt eine Erkältung von Kälte?

Nicht direkt – ausgelöst wird sie von Viren. Kälte und trockene Heizungsluft können die Schleimhäute aber anfälliger machen, und im Winter hält man sich mehr in Innenräumen auf, wo Viren leichter zirkulieren.

Was schützt am besten vor Ansteckung?

Regelmäßiges Händewaschen, nicht ins Gesicht fassen, Stoßlüften, Abstand zu erkennbar Erkrankten – dazu ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft.

Kann ich mein Immunsystem mit Präparaten stärken?

Über sein normales Niveau hinaus nicht. Vitamin C, Vitamin D und Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei – eine Ergänzung ist sinnvoll, wenn ein Mangel besteht oder droht, nicht auf Verdacht.

Brauche ich im Winter Vitamin D?

Die körpereigene Bildung geht ab Oktober stark zurück, deshalb kann eine Ergänzung über die dunklen Monate sinnvoll sein. Lassen Sie sich zur passenden Dosierung beraten – hochdosierte Präparate gehören nicht in die Dauereinnahme ohne Kontrolle.

Wie lange darf ich abschwellendes Nasenspray verwenden?

Nicht länger als etwa eine Woche – sonst gewöhnt sich die Nasenschleimhaut daran und schwillt ohne Spray dauerhaft an. Nasenspülungen mit Salzlösung sind eine gute Alternative ohne Gewöhnungseffekt.

Mein Kind ist ständig erkältet – ist das normal?

Kinder machen deutlich mehr Infekte durch als Erwachsene, weil ihr Immunsystem viele Viren zum ersten Mal trifft. Auffällig wären sehr schwere Verläufe, Gedeihstörungen oder ständige eitrige Infektionen – das gehört kinderärztlich abgeklärt.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die STIKO empfiehlt die jährliche Impfung unter anderem für Menschen ab 60, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal. Der übliche Impfzeitraum beginnt im Oktober – sprechen Sie Ihre ärztliche Praxis rechtzeitig an.

Wo bekomme ich in Wiesbaden Beratung für die Erkältungszeit?

Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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