Fruehjahrsmuedigkeit
Frühjahrsmüdigkeit – was wirklich hilft
Sobald die Tage länger werden, fühlen sich viele schlapp und antriebslos – ausgerechnet dann, wenn eigentlich alles aufblüht. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden erklären wir, was hinter der Frühjahrsmüdigkeit steckt, was im Alltag hilft und wann Müdigkeit ärztlich abgeklärt gehört.

Raus ins Tageslicht
Schon eine halbe Stunde draußen am Vormittag hilft der inneren Uhr, sich umzustellen – auch bei bedecktem Himmel ist es draußen um ein Vielfaches heller als im Zimmer.
Erst messen, dann ergänzen
Ob ein Nährstoff tatsächlich fehlt, zeigt der Blutwert. Eine Ergänzung auf Verdacht bringt selten etwas – bei Eisen kann sie sogar schaden.
Rhythmus halten
Feste Schlaf- und Aufstehzeiten, auch am Wochenende. Mittagsschlaf höchstens 20 Minuten – längere Nickerchen nehmen den Schlafdruck für die Nacht.
Vitamine und Mineralstoffe
In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden und im Online-Shop finden Sie Vitamine, Mineralstoffe und Tonika – darunter unsere APOLUH-Eigenmarke – mit Beratung dazu, was bei Ihnen sinnvoll ist und was nicht.
Zum Online-Shop →Ehrlich beraten heißt auch abraten
Wir sagen Ihnen, wann eine Ergänzung wirklich sinnvoll ist, welche Wechselwirkungen zu beachten sind – und wann der Weg besser in die ärztliche Praxis führt.
Jetzt anrufen: 0611 / 30 28 09Frühjahrsmüdigkeit verstehen
Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich rund um Müdigkeit, Vitamine und Mineralstoffe.
Was dahintersteckt
Im Winter ist der Körper auf Sparflamme eingestellt: Die Melatoninproduktion läuft länger, der Kreislauf arbeitet bei kühleren Temperaturen anders. Werden die Tage länger und wärmer, muss sich der Körper umstellen – die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt leicht, der Hormonhaushalt verschiebt sich. Diese Umstellung kostet Kraft. Dazu kommt, dass viele im Winter weniger draußen waren und sich weniger bewegt haben.
Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern eine Anpassungsphase. Sie klingt bei den meisten Menschen nach zwei bis vier Wochen von selbst ab.
Was im Alltag hilft
+ Licht: Morgens raus, und sei es nur für den Weg zur Arbeit zu Fuß. Tageslicht ist der wichtigste Taktgeber der inneren Uhr.
+ Bewegung: Schon zwanzig Minuten zügiges Gehen an der frischen Luft machen einen Unterschied – draußen wirkt besser als drinnen.
+ Rhythmus: Feste Zeiten für Schlafen und Aufstehen, kein Snooze, Mittagsschlaf höchstens zwanzig Minuten.
+ Wechselduschen: bringen den Kreislauf in Schwung.
+ Trinken: ausreichend Wasser oder ungesüßter Tee – Flüssigkeitsmangel macht müde.
+ Essen: leichte Kost mit saisonalem Gemüse, Vollkorn, Nüssen und Fisch. Schwere Mahlzeiten am Abend stören den Schlaf.
Wann Nährstoffe eine Rolle spielen
Nach den dunklen Monaten sind manche Werte tatsächlich niedriger. Ob das bei Ihnen zutrifft, zeigt aber nur eine Blutuntersuchung – deshalb gilt: erst messen lassen, dann gezielt ergänzen.
+ Vitamin D: Die körpereigene Bildung ruht im Winter weitgehend. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Muskelfunktion bei.
+ Vitamin B12: trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen Blutbildung bei. Besonders relevant bei vegetarischer und veganer Ernährung.
+ Eisen: trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zur normalen Blutbildung bei.
+ Magnesium: trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
+ Vitamin C und Zink: tragen zur normalen Funktion des Immunsystems und dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Wichtig zu Eisen: Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzt werden. Der Körper kann überschüssiges Eisen nicht einfach ausscheiden, bei einer unerkannten Eisenspeicherkrankheit kann eine Ergänzung schaden. Lassen Sie den Wert deshalb vorher bestimmen.
Wichtig zu fettlöslichen Vitaminen: Vitamin A, D, E und K reichern sich im Körper an. Hochdosierte Präparate gehören nicht in die Dauereinnahme ohne ärztliche Kontrolle. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt für Nahrungsergänzungsmittel Obergrenzen, die deutlich unter manchem frei verkäuflichen Angebot liegen – wir schauen das gern mit Ihnen an.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Und sie können mit Arzneimitteln in Wechselwirkung treten – bringen Sie Ihre Medikationsliste mit.
Wann Müdigkeit ärztlich abgeklärt gehört
Frühjahrsmüdigkeit vergeht. Hält die Erschöpfung deutlich länger als vier Wochen an oder wird sie schlimmer, steckt oft etwas anderes dahinter – etwa eine Schilddrüsenstörung, eine Blutarmut, eine Schlafstörung oder eine depressive Erkrankung.
⚠ Atemnot bei leichter Anstrengung, Herzklopfen oder auffällige Blässe – zügig abklären lassen
⚠ ausgeprägte Erschöpfung über mehr als vier Wochen
⚠ ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder Nächtliches Schwitzen
⚠ anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust oder Antriebslosigkeit über Wochen – das gehört in ärztliche Behandlung und nicht in die Selbstbehandlung mit Präparaten
⚠ Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf, besonders mit Schnarchen oder Atemaussetzern
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 27. April 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.
Häufige Fragen zur Frühjahrsmüdigkeit
Wie lange dauert Frühjahrsmüdigkeit?
Bei den meisten klingt sie nach zwei bis vier Wochen ab, sobald sich der Körper umgestellt hat. Hält sie länger an, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Hilft Kaffee?
Kurzfristig ja. Zu spät am Tag getrunken stört er allerdings den Schlaf – und schlechter Schlaf verstärkt die Müdigkeit am nächsten Tag. Am Nachmittag und Abend lieber darauf verzichten.
Welches Präparat hilft am besten gegen Müdigkeit?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Sinnvoll ist eine Ergänzung nur dort, wo tatsächlich etwas fehlt – das zeigt eine Blutuntersuchung. Ein Multivitaminpräparat auf Verdacht bringt in der Regel wenig.
Darf ich Eisen einfach so einnehmen?
Nein. Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzt werden, weil der Körper Überschüsse nicht ausscheiden kann. Lassen Sie den Wert vorher bestimmen.
Sind hochdosierte Vitamine unbedenklich?
Nicht grundsätzlich. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K reichern sich im Körper an. Lassen Sie sich vor einer längeren Einnahme beraten und Ihre Werte bestimmen.
Was tun, wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme?
Direkt nach dem Aufwachen für ein paar Minuten helles Licht suchen – Vorhänge auf oder kurz nach draußen. Feste Aufstehzeiten helfen mehr als die Snooze-Taste.
Wann ist Müdigkeit ein Warnsignal?
Bei Atemnot schon bei leichter Anstrengung, Herzklopfen, auffälliger Blässe, ungewolltem Gewichtsverlust oder anhaltender Niedergeschlagenheit über Wochen. Das gehört ärztlich untersucht.
Wo bekomme ich in Wiesbaden eine persönliche Beratung?
Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.