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Hitze & Kreislauf

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★ Thema der Woche · KW 29 · 13. Juli 2026

Hitze & Kreislauf – sicher durch heiße Tage

Sommerhitze belastet den Kreislauf: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen sind häufige Anzeichen. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden erklären wir, was im Körper passiert, welche Maßnahmen wirklich helfen – und woran Sie einen Notfall erkennen.

Schnell informiert – unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Regelmäßig trinken

Verteilt über den Tag und nicht erst bei Durst. Lauwarme Getränke werden meist besser vertragen als eiskalte. Wenn Ihnen ärztlich eine Trinkmenge vorgegeben ist, gilt weiterhin diese Vorgabe.

Tipp 2

Hitze aussperren, Körper kühlen

Morgens lüften, tagsüber abdunkeln. Lauwarm duschen, feuchte Tücher in den Nacken oder auf die Unterarme, Handgelenke unter kühles Wasser halten.

Tipp 3

Mittagshitze meiden

Zwischen 11 und 17 Uhr Schatten suchen, körperliche Anstrengung in die Morgen- oder Abendstunden legen. Bei Schwindel sofort hinsetzen oder hinlegen.

Vitamine & Mineralstoffe

Elektrolytpulver und Mineralstoffe

In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden und im Online-Shop finden Sie Elektrolytpulver, Magnesium- und Mineralstoffpräparate – mit Beratung dazu, ob und wann sie für Sie sinnvoll sind.

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Persönliche Beratung

Medikamentencheck vor dem Sommer

Einige Arzneimittel beeinflussen bei Hitze den Kreislauf oder den Flüssigkeitshaushalt. Bringen Sie Ihre Medikationsliste mit – wir schauen sie gemeinsam durch.

Jetzt anrufen: 0611 / 30 28 09
Im Notfall

Verdacht auf Hitzschlag – sofort handeln

Anzeichen: sehr hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, ungewöhnliches Verhalten, Bewusstseinstrübung, Krampfanfall. Die Haut kann trocken sein, muss es aber nicht – warten Sie nicht darauf.

1. Sofort den Notruf 112 wählen.

2. Die Person in den Schatten oder in einen kühlen Raum bringen, Kleidung öffnen.

3. Aktiv kühlen: Haut mit Wasser benetzen und fächeln, feuchte Tücher auf Nacken, Achseln und Leisten.

4. Bei Bewusstseinstrübung nichts zu trinken geben – Erstickungsgefahr.

5. Bewusstlose mit normaler Atmung in die stabile Seitenlage bringen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beobachten.

Ausführlich erklärt

Hitze und Kreislauf – das sollten Sie wissen

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich rund um Hitzebelastung und Kreislauf.

Was bei Hitze im Körper passiert

Um die Körperkerntemperatur bei etwa 37 °C zu halten, gibt der Körper Wärme über die Haut ab. Dafür stellt er die Blutgefäße in der Haut weit und produziert Schweiß, der beim Verdunsten kühlt.

Beides belastet den Kreislauf: Durch die weit gestellten Gefäße sinkt der Blutdruck, gleichzeitig geht über den Schweiß Flüssigkeit verloren, sodass das Blutvolumen abnimmt. Das Gehirn wird kurzfristig schlechter durchblutet – daher Schwindel, Kopfschmerzen und im Extremfall die Ohnmacht. Hohe Luftfeuchtigkeit verschärft die Lage, weil Schweiß dann schlechter verdunstet.

Hitzeerschöpfung erkennen

Typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche und Müdigkeit, starker Durst, Übelkeit, ein schneller Puls, blasse feuchte Haut und Muskelkrämpfe.

Was dann hilft: raus aus der Hitze, flach hinlegen und die Beine hochlagern, enge Kleidung öffnen, langsam in kleinen Schlucken trinken und die Haut kühlen. Bessert sich der Zustand nicht innerhalb einer halben Stunde deutlich, holen Sie ärztliche Hilfe.

Eine Ausnahme bei der Lagerung: Bei Verdacht auf einen Sonnenstich – also nach langer Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken, mit Kopfschmerzen, Nackensteife und Übelkeit – wird der Oberkörper leicht erhöht gelagert und der Kopf gekühlt. Beschwerden können verzögert auftreten, häufig erst am Abend.

Richtig trinken – mit einer wichtigen Einschränkung

Erwachsene nehmen im Alltag etwa anderthalb Liter über Getränke auf, dazu kommt Flüssigkeit aus der Nahrung. An heißen Tagen und bei körperlicher Anstrengung steigt der Bedarf. Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt, statt selten und viel auf einmal.

Wichtig: Wenn Ihnen wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine bestimmte Trinkmenge ärztlich vorgegeben wurde, gilt weiterhin diese Vorgabe – auch bei großer Hitze. Besprechen Sie mit Ihrer ärztlichen Praxis, ob und wie Sie die Menge im Sommer anpassen sollen.

Geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und belastet den Kreislauf zusätzlich. Lauwarme Getränke werden von vielen als angenehmer empfunden als eiskalte.

Was ist mit Elektrolyten?

Über den Schweiß geht vor allem Natrium verloren, in kleineren Mengen auch Kalium und Magnesium. Bei normalem Alltag und ausgewogener Ernährung gleicht sich das meist über das Essen aus. Anders sieht es bei starkem, längerem Schwitzen aus – etwa bei körperlicher Arbeit im Freien oder bei Ausdauersport. Dann können eine leichte Brühe, salzhaltige Snacks oder ein Elektrolytpulver sinnvoll sein.

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei, B-Vitamine tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Ob eine Ergänzung für Sie sinnvoll ist, klären wir gern im Gespräch – bei eingeschränkter Nierenfunktion nur nach ärztlicher Rücksprache.

Wenn Sie Medikamente einnehmen

Einige Arzneimittel greifen bei Hitze stärker in den Kreislauf ein oder beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt – darunter entwässernde Mittel, Blutdrucksenker, bestimmte Antidepressiva und Neuroleptika sowie Mittel, die das Schwitzen vermindern. Auch die Lagerung spielt eine Rolle: Manche Präparate vertragen keine hohen Temperaturen und gehören nicht ins Auto oder aufs Fensterbrett.

Ändern Sie Ihre Dosis niemals eigenmächtig und setzen Sie nichts ab, auch wenn Sie sich bei Hitze schlapp fühlen. Sprechen Sie stattdessen mit Ihrer ärztlichen Praxis oder bringen Sie Ihre Medikationsliste zu uns in die Apotheke.

Wer besonders aufpassen sollte

+ Ältere Menschen – das Durstgefühl lässt nach, die Temperaturregulation ebenso

+ Säuglinge und Kleinkinder

+ Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen

+ Schwangere

+ Menschen, die im Freien arbeiten oder intensiv Sport treiben

+ Menschen, die dauerhaft Medikamente einnehmen

Schauen Sie an Hitzetagen nach älteren Nachbarn und Angehörigen – oft merken Betroffene selbst zu spät, dass sie zu wenig getrunken haben. Der Deutsche Wetterdienst gibt bei großer Belastung amtliche Hitzewarnungen heraus.

Vorbeugen im Alltag

+ Nachts und frühmorgens lüften, tagsüber Fenster schließen und abdunkeln

+ Leichte, luftige und helle Kleidung, Kopfbedeckung im Freien

+ Leichte Mahlzeiten, wasserreiches Obst und Gemüse

+ Sport in die Morgen- oder Abendstunden legen und bei Schwindel sofort abbrechen

+ Niemals Kinder oder Tiere im geparkten Auto zurücklassen – der Innenraum heizt sich innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich auf

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Arzneimitteln: Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 13. Juli 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Hitze und Kreislauf

Wie viel sollte ich bei Hitze trinken?

Mehr als sonst und regelmäßig über den Tag verteilt, statt selten große Mengen. Wenn Ihnen wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine Trinkmenge vorgegeben wurde, gilt weiterhin diese Vorgabe – besprechen Sie eine Anpassung ärztlich.

Sind kalte Getränke schlecht für den Kreislauf?

Sie sind nicht schädlich, können aber Magenbeschwerden auslösen. Viele Menschen vertragen lauwarme Getränke bei Hitze besser. Entscheidend ist, dass Sie überhaupt regelmäßig trinken.

Woran erkenne ich einen Hitzschlag?

An sehr hoher Körpertemperatur zusammen mit Verwirrtheit, ungewöhnlichem Verhalten oder Bewusstseinstrübung. Trockene Haut ist typisch, tritt aber nicht immer auf. Das ist ein Notfall – sofort 112 anrufen und kühlen.

Was ist der Unterschied zum Sonnenstich?

Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Typisch sind hochroter Kopf, Kopfschmerzen, Nackensteife und Übelkeit, oft verzögert. Der Oberkörper wird erhöht gelagert und der Kopf gekühlt. Bei Erbrechen, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen: Notruf.

Darf ich einer benommenen Person etwas zu trinken geben?

Nein. Wer nicht klar ansprechbar ist, darf nichts zu trinken bekommen – es besteht Erstickungsgefahr. Rufen Sie den Notruf und kühlen Sie die Person, bis Hilfe eintrifft.

Warum bekomme ich bei Hitze Muskelkrämpfe?

Meist durch die Kombination aus Flüssigkeits- und Salzverlust beim starken Schwitzen. Eine leichte Brühe, salzhaltige Snacks oder ein Elektrolytpulver können dann sinnvoll sein.

Muss ich meine Medikamente bei Hitze anders nehmen?

Ändern Sie nichts eigenmächtig. Einige Wirkstoffe beeinflussen bei Hitze Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt – das gehört ärztlich besprochen. Wir schauen Ihre Medikationsliste gerne mit Ihnen durch.

Wo bekomme ich in Wiesbaden Beratung zu Hitzebeschwerden?

Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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