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Insektenstich

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★ Thema der Woche · KW 23 · 1. Juni 2026

Insektenstich behandeln – was hilft wirklich?

Ein Stich ist schnell passiert – beim Grillen, im Garten oder abends auf dem Balkon. Meist jucken Mücken-, Wespen- und Bienenstiche nur kurz und sind harmlos. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden zeigen wir Ihnen, was sofort hilft, welche Mittel sich eignen – und woran Sie erkennen, dass ein Stich in ärztliche Behandlung gehört.

Schnell informiert – unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Sofort kühlen, nicht kratzen

Kühlen dämpft Juckreiz, Schwellung und Schmerz. Kühlpad oder Eiswürfel immer in ein Tuch wickeln und etwa zehn Minuten auflegen. Aufgekratzte Stiche können sich entzünden.

Tipp 2

Das passende Mittel wählen

Gele mit Antihistaminika lindern den Juckreiz, pflegende Zubereitungen beruhigen die Haut. Für unterwegs praktisch: ein Stichheiler, der kurz punktuell wärmt.

Tipp 3

Warnzeichen kennen

Bei Atemnot, Schwindel, Herzrasen, Quaddeln am ganzen Körper oder Schwellungen an Gesicht und Hals sofort den Notruf 112 wählen. Dasselbe gilt bei Stichen im Mund- oder Rachenraum.

Im Notfall

Verdacht auf schwere allergische Reaktion

Anzeichen – meist innerhalb von Minuten nach dem Stich: Quaddeln oder Ausschlag am ganzen Körper, Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot oder pfeifende Atmung, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Blässe, Bewusstseinstrübung.

1. Sofort den Notruf 112 wählen.

2. Wer ein ärztlich verordnetes Notfallset besitzt, wendet den Adrenalin-Autoinjektor unverzüglich nach Anleitung an – in die Außenseite des Oberschenkels, notfalls durch die Kleidung.

3. Flach hinlegen und die Beine hochlagern. Bei Atemnot lieber aufrecht sitzen lassen, bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung in die stabile Seitenlage bringen.

4. Die betroffene Person nicht allein lassen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beobachten.

5. Auch wenn es nach der Adrenalingabe besser wird: Der Rettungsdienst muss trotzdem kommen, die Beschwerden können zurückkehren.

Passende Produkte

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In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden und im Online-Shop finden Sie juckreizstillende Gele und Stifte, Stichheiler, Repellentien und Desinfektionsmittel.

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Persönliche Beratung

Besonders bei Kindern und Allergien

Nicht jedes Mittel eignet sich für jedes Alter. Und wenn eine Insektengiftallergie bekannt ist, prüfen wir gerne, ob Ihr Notfallset vollständig und haltbar ist.

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Ausführlich erklärt

Insektenstiche richtig behandeln

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich zur Behandlung von Insektenstichen für die ganze Familie.

Erste Hilfe direkt nach dem Stich

Kühlen ist das Wichtigste: Es verengt die Blutgefäße und dämpft Juckreiz, Schwellung und Schmerz. Geeignet sind Kühlpads, Eiswürfel oder ein kaltes feuchtes Tuch – immer in ein Tuch gewickelt und etwa zehn Minuten aufgelegt, damit die Haut keinen Schaden nimmt. Und so schwer es fällt: nicht kratzen. Durch Aufkratzen gelangen Bakterien in die Wunde, aus einem harmlosen Stich wird dann leicht eine Entzündung.

Kälte oder Wärme?

Beides hat seinen Platz. Kälte beruhigt die Haut und lindert die Beschwerden – auch noch Stunden später, wenn der Stich erneut juckt. Stichheiler arbeiten umgekehrt mit kurzer, punktueller Wärme von etwa 50 °C. Viele Anwenderinnen und Anwender empfinden das als hilfreich, der genaue Wirkmechanismus ist wissenschaftlich allerdings nicht abschließend geklärt. Verwenden Sie nur Geräte mit geregelter Temperatur nach Gebrauchsanweisung, und nur auf frischen Stichen auf unverletzter Haut. Bei Kindern die Altersangabe des Herstellers beachten.

Mittel aus der Apotheke

Rezeptfrei erhältlich sind kühlende Gele, Cremes, Sprays und Stifte. Antihistaminika wie Dimetinden oder Bamipin bremsen die Wirkung von Histamin, das für Juckreiz und Schwellung verantwortlich ist. Pflegende Zubereitungen mit Bisabolol, Panthenol oder Aloe vera beruhigen die Haut zusätzlich.

Bei stärkeren Hautreaktionen kann kurzfristig ein niedrig dosiertes Kortisonpräparat sinnvoll sein. Solche Mittel gehören nicht großflächig aufgetragen, nicht ins Gesicht und bei kleinen Kindern nur nach ärztlichem Rat. Welches Produkt in welchem Alter passt, sagen wir Ihnen gerne.

Bienen-, Wespen- und Hornissenstiche

Bleibt nach einem Bienenstich der Stachel stecken, entfernen Sie ihn zügig – am besten seitlich abstreifen oder mit einer Pinzette fassen, ohne die Giftblase zu quetschen. Wespen und Hornissen behalten ihren Stachel und können mehrfach stechen. Hornissenstiche sind entgegen dem alten Gerücht nicht gefährlicher als Bienen- oder Wespenstiche, werden aber oft als schmerzhafter empfunden.

Stiche im Mund- und Rachenraum sind immer ein Notfall – etwa nach einem Schluck aus einer offenen Dose. Die Schleimhaut kann so stark anschwellen, dass die Atemwege bedroht sind. Sofort den Notruf 112 wählen, von außen kühlen und Eiswürfel lutschen lassen, sofern die Person bei Bewusstsein ist.

Wenn Sie eine Insektengiftallergie haben

Wer schon einmal ungewöhnlich heftig auf einen Stich reagiert hat, sollte das allergologisch abklären lassen. Bei nachgewiesener Insektengiftallergie verordnet die ärztliche Praxis ein Notfallset – tragen Sie es in der Stichsaison immer bei sich und prüfen Sie regelmäßig das Verfallsdatum. Wir schauen gern mit Ihnen nach und erklären die Anwendung des Autoinjektors. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung, die das Risiko schwerer Reaktionen deutlich senken kann – sprechen Sie darauf Ihre ärztliche Praxis an.

Wenn der Stich sich entzündet

Wird die Stelle stark warm, pocht sie, breitet sich die Rötung flächig aus oder nässt der Stich, spricht das für eine Entzündung – meist nach dem Aufkratzen. Reinigen und desinfizieren Sie die Stelle und beobachten Sie sie. Kommen Fieber, Schüttelfrost oder eine rote Linie hinzu, die vom Stich wegzieht, gehört der Stich zügig in ärztliche Behandlung.

Stichen vorbeugen

Gegen Stechmücken helfen Repellentien mit Wirkstoffen wie Icaridin oder DEET. Wie lange sie schützen, hängt von Wirkstoff und Konzentration ab und steht auf der Packung – ebenso, ab welchem Alter ein Produkt angewendet werden darf. Für Säuglinge und kleine Kinder sind Moskitonetz und Kleidung der richtige Weg.

Gegen Wespen hilft vor allem Ruhe: nicht schlagen, nicht pusten. Süße Getränke abdecken oder mit Strohhalm trinken, Fallobst meiden, im Freien Speisen abdecken. Lange, helle Kleidung und Fliegengitter schützen zusätzlich.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Atemnot, Schwindel, Herzrasen, Quaddeln am ganzen Körper oder Schwellung an Gesicht und Hals – sofort Notruf 112

Stich im Mund- oder Rachenraum – sofort Notruf 112

Schwellung und Rötung nehmen nach Tagen zu statt ab

pochende Schmerzen, Fieber oder Schüttelfrost

eine rote Linie zieht vom Stich weg

ein Kind reagiert auffällig stark – im Zweifel immer abklären lassen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 1. Juni 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Insektenstichen

Was hilft schnell gegen den Juckreiz?

Sofort kühlen und nicht kratzen. Zusätzlich lindern Gele oder Stifte mit Antihistaminika. Ein Stichheiler kann bei frischen Stichen ebenfalls helfen.

Kälte oder Wärme – was ist besser?

Kälte beruhigt die Haut und lindert die Beschwerden, auch später noch. Wärme in Form eines Stichheilers kommt nur bei frischen Stichen auf unverletzter Haut infrage. Verwenden Sie nur Geräte mit geregelter Temperatur.

Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?

An Quaddeln oder Ausschlag am ganzen Körper, Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot, Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen – meist innerhalb von Minuten. Das ist ein Notfall: sofort 112 anrufen und ein vorhandenes Notfallset anwenden.

Ich habe eine Insektengiftallergie – worauf muss ich achten?

Tragen Sie Ihr verordnetes Notfallset in der Stichsaison immer bei sich und prüfen Sie das Verfallsdatum. Wir zeigen Ihnen gerne die Anwendung. Sprechen Sie zudem mit Ihrer ärztlichen Praxis über eine Hyposensibilisierung.

Was tun bei einem Stich im Mund oder Rachen?

Sofort den Notruf 112 wählen. Die Schleimhaut kann so stark anschwellen, dass die Atmung bedroht ist. Bis Hilfe eintrifft von außen kühlen und – wenn die Person bei Bewusstsein ist – Eiswürfel lutschen lassen.

Was tun bei einem entzündeten Stich?

Reinigen, desinfizieren, kühlen und nicht weiter kratzen. Breitet sich die Rötung aus, nässt der Stich oder kommen Fieber und Schmerzen hinzu, gehört er ärztlich beurteilt.

Welches Mittel eignet sich für Kinder?

Nicht jeder Wirkstoff ist für jedes Alter zugelassen. Maßgeblich ist die Altersangabe auf der Packung – wir suchen gerne gemeinsam ein passendes Produkt aus.

Wo bekomme ich in Wiesbaden Beratung zu Insektenstichen?

Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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