Mückenschutz
Mückenschutz – wirksam und richtig angewendet
Juli und August sind Mückenhochsaison – beim Grillen, im Garten, beim Camping. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden erklären wir, welche Wirkstoffe zuverlässig schützen, worauf Sie bei Kindern, in der Schwangerschaft und auf Fernreisen achten sollten – und was gegen den Juckreiz hilft, wenn es doch passiert ist.

Wirkstoff zum Einsatzgebiet wählen
Für Deutschland und Europa reicht Icaridin in üblicher Konzentration meist aus. Für Malaria- und Dengue-Gebiete werden höher konzentrierte Mittel mit DEET empfohlen.
Haut und Kleidung zusammen denken
Mücken stechen durch dünne Stoffe. Behandeln Sie freie Haut und tragen Sie dazu lange, weite Kleidung – nachts schützt ein gut gespanntes Moskitonetz am zuverlässigsten.
Schutzdauer beachten
Die Wirkung lässt nach einigen Stunden nach – wie schnell, steht auf der Packung. Nach Baden, Duschen oder starkem Schwitzen erneut auftragen.
Sprays, Netze und Imprägnierungen
In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden und im Online-Shop finden Sie Repellentien mit Icaridin oder DEET, Moskitonetze, Kleidungsimprägnierungen und Mittel gegen Juckreiz nach dem Stich.
Zum Online-Shop →Welches Mittel passt zu Ihnen?
Sagen Sie uns Reiseziel, Alter der Mitreisenden und ob eine Schwangerschaft besteht – dann finden wir gemeinsam das passende Produkt und die richtige Anwendung.
Jetzt anrufen: 0611 / 30 28 09Mückenschutz – das sollten Sie wissen
Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich zum passenden Insektenschutz.
Warum Mücken gerade Sie finden
Nur die Weibchen stechen – sie benötigen Blut für die Eiproduktion. Angelockt werden sie vor allem durch das ausgeatmete Kohlendioxid, Körperwärme und Duftstoffe der Haut. Der Juckreiz entsteht durch den Speichel, den die Mücke beim Stechen abgibt. Am aktivsten sind heimische Arten in der Dämmerung und nachts, in der Nähe von stehenden Gewässern besonders zahlreich.
Die wichtigsten Wirkstoffe
Icaridin (auch Picaridin oder Saltidin genannt) ist für den Einsatz in Mitteleuropa gut geeignet. Es wird von vielen Menschen gut vertragen, riecht dezent und greift Kunststoffe nicht an. Die Schutzdauer hängt von der Konzentration ab. Icaridin wirkt zudem gegen Zecken.
DEET ist der am längsten eingesetzte Wirkstoff und in höheren Konzentrationen besonders wirksam – die erste Wahl für Malaria-, Dengue- und Gelbfiebergebiete. Es kann Kunststoffe wie Brillengestelle, Uhrenbänder und Displays angreifen und wird auf der Haut stärker als Icaridin wahrgenommen.
PMD aus Zitroneneukalyptus (Citriodiol) schützt kürzer als die beiden vorgenannten Wirkstoffe. Für geringe Belastung in Deutschland kann es genügen, für Tropenreisen ist es nicht ausreichend. Es wird üblicherweise erst ab drei Jahren angewendet.
IR3535 findet sich häufig in Produkten für Kinder. Die Schutzdauer ist kürzer, für den heimischen Garten aber oft ausreichend.
Wichtig zu den Altersangaben: Ab wann ein Mittel angewendet werden darf, legt der jeweilige Hersteller fest – die Spannen unterscheiden sich auch innerhalb eines Wirkstoffs deutlich. Maßgeblich ist immer die Angabe auf der Packung. Wir schauen sie gerne mit Ihnen zusammen an.
Kinder, Schwangerschaft, Fernreise
Säuglinge und kleine Kinder: Hier stehen mechanische Maßnahmen an erster Stelle – Moskitonetz über Kinderwagen und Bett, lange, helle Kleidung. Repellentien nur, wenn das Produkt für das Alter ausgewiesen ist, sparsam und nicht an Händen oder im Gesicht.
Schwangerschaft und Stillzeit: Icaridin gilt als gut verträglich und wird häufig empfohlen. Bei Reisen in Malaria- oder Dengue-Gebiete wiegt der Schutz vor einer Infektion schwerer – dort werden auch in der Schwangerschaft höher wirksame Mittel eingesetzt. Lassen Sie sich dazu reisemedizinisch beraten, statt auf den schwächeren Schutz auszuweichen.
Fernreisen: In Gebieten mit Malaria, Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Vorkommen gehören Repellent, imprägnierte Kleidung und Moskitonetz zusammen. Tagaktive Arten wie die Tigermücke machen Schutz rund um die Uhr nötig, nicht nur abends.
Richtig auftragen
+ Gleichmäßig und lückenlos auf alle freien Hautstellen – auch Knöchel, Nacken und Ohren nicht vergessen
+ Nicht ins Gesicht sprühen: in die Hände geben und vorsichtig auftragen, Augen und Lippen aussparen
+ Nicht auf verletzte oder gereizte Haut, nicht unter Kleidung
+ In Kombination mit Sonnencreme: zuerst die Sonnencreme, nach 20 bis 30 Minuten das Repellent. Umgekehrt würde die Sonnencreme das Mittel verdünnen. Beachten Sie, dass der Lichtschutz dabei etwas abnimmt – lieber höheren Lichtschutzfaktor wählen.
+ Nach der Rückkehr ins Haus abwaschen
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Schutz ohne Auftragen
+ Fliegengitter an Fenstern und Türen, Moskitonetz über dem Bett
+ Lange, weite und helle Kleidung – durch eng anliegende dünne Stoffe wird gestochen
+ Ein Ventilator hilft: Gegen kräftigen Luftzug können Mücken schlecht anfliegen
+ Dämmerung meiden oder in dieser Zeit besonders gut schützen
+ Stehendes Wasser im Garten beseitigen – Regentonnen abdecken, Untersetzer und Gießkannen leeren
Wenn es doch gestochen hat
+ Kühlen: ein Kühlpack im Tuch oder ein feuchter Umschlag lindert Juckreiz und Schwellung.
+ Nicht kratzen: Aufgekratzte Stiche können sich entzünden.
+ Juckreizstillende Gele: Es gibt verschiedene Zubereitungen, auch für Kinder. Präparate mit Hydrocortison sind Arzneimittel – sie gehören nicht großflächig aufgetragen, nicht ins Gesicht, nur kurzzeitig, und bei kleinen Kindern nur nach ärztlichem Rat.
+ Wärme: Es gibt Stichheiler, die den Stich kurz punktuell erwärmen. Bitte nur solche Geräte mit geregelter Temperatur und nach Gebrauchsanweisung verwenden – heißes Wasser oder erhitzte Gegenstände können Verbrennungen verursachen, gerade bei Kindern.
Ärztlichen Rat sollten Sie einholen bei ausgedehnter Schwellung, zunehmender Rötung mit Überwärmung, Fieber, bei Stichen im Mund- und Rachenraum sowie bei Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Atemnot, Schwindel oder Quaddeln am ganzen Körper. In diesen Fällen bitte sofort den Notruf wählen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Arzneimitteln: Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 20. Juli 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.
Häufige Fragen zum Mückenschutz
Welcher Wirkstoff eignet sich für Deutschland?
Für heimische Mücken reicht Icaridin in üblicher Konzentration meist aus. Es wird gut vertragen und greift Kunststoffe nicht an. Für Tropenreisen sind höher konzentrierte Mittel mit DEET die bessere Wahl.
Ab welchem Alter dürfen Kinder ein Mückenspray bekommen?
Das legt der Hersteller für jedes Produkt fest, die Angaben unterscheiden sich deutlich. Maßgeblich ist die Packung. Für Säuglinge sind Moskitonetz und Kleidung der richtige Weg.
Was gilt in der Schwangerschaft?
Icaridin gilt als gut verträglich. Bei Reisen in Malaria- oder Dengue-Gebiete wiegt der Infektionsschutz schwerer, dort werden auch in der Schwangerschaft wirksamere Mittel eingesetzt. Lassen Sie sich reisemedizinisch beraten.
Wie kombiniere ich Mückenschutz mit Sonnencreme?
Zuerst die Sonnencreme auftragen, nach 20 bis 30 Minuten das Repellent. Der Lichtschutz nimmt dadurch etwas ab – wählen Sie deshalb einen höheren Lichtschutzfaktor.
Wirkt Mückenschutz auch gegen Zecken?
Icaridin wirkt auch gegen Zecken. Ein vollständiger Schutz ist es nicht – kontrollieren Sie nach Aufenthalten im Grünen weiterhin Haut und Kleidung.
Wie oft muss ich nachtragen?
Die Schutzdauer hängt von Wirkstoff und Konzentration ab und steht auf der Packung. Nach Baden, Duschen oder starkem Schwitzen sollten Sie in jedem Fall erneut auftragen.
Was hilft gegen den Juckreiz nach einem Stich?
Kühlen lindert am schnellsten. Dazu gibt es juckreizstillende Gele, auch für Kinder. Nicht kratzen – aufgekratzte Stiche können sich entzünden.
Wo bekomme ich in Wiesbaden Beratung zum Mückenschutz?
Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.
