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Schlaf und Konzentration bei Schulkindern

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★ Thema der Woche · KW 37 · 7. September 2026

Schlaf und Konzentration bei Schulkindern

Müde am Frühstückstisch, unkonzentriert bei den Hausaufgaben: Nach den langen Ferienabenden fällt vielen Kindern die Umstellung schwer. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden erklären wir, wie viel Schlaf Kinder brauchen, was beim Ein- und Durchschlafen wirklich hilft – und warum Melatonin-Gummibärchen nicht in Kinderhände gehören.

Schnell informiert – unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Feste Zeiten – auch am Wochenende

Der kindliche Schlafrhythmus liebt Regelmäßigkeit. Zubettgeh- und Aufstehzeiten, die am Samstag um Stunden verrutschen, machen den Montagmorgen für alle schwer.

Tipp 2

Bildschirme früher aus

Handy, Tablet und Fernseher am besten eine Stunde vor dem Schlafengehen beenden – und Geräte nachts aus dem Kinderzimmer. Das helle Display und der Inhalt halten wach.

Tipp 3

Kein Melatonin auf eigene Faust

Melatonin-Gummibärchen und -Sprays sind keine harmlosen Süßigkeiten. Bei Kindern gehören sie nur nach ärztlicher Rücksprache zum Einsatz – nicht als Abkürzung am Abend.

Persönliche Beratung

Bevor Sie zu einem Präparat greifen

Ob Baldrian-Tee, Melatonin oder „Konzentrations-Vitamine“: Wir sagen Ihnen ehrlich, was für Kinder geeignet ist, was nicht – und wann der Weg besser in die kinderärztliche Praxis führt.

Jetzt anrufen: 0611 / 30 28 09
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Ausführlich erklärt

Ausgeschlafen lernt es sich leichter

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Familien gerne rund um gesunden Schlaf und Konzentration im Schulalltag.

Wie viel Schlaf braucht ein Schulkind?

Als Orientierung der Fachgesellschaften gelten für Grundschulkinder etwa neun bis elf Stunden pro Nacht, für Jugendliche etwa acht bis zehn. Die Spannen sind bewusst breit – Kinder unterscheiden sich. Verlässlicher als jede Stundenzahl ist der Blick auf den Tag: Ein Kind, das morgens von allein oder leicht weckbar aufwacht und tagsüber nicht ständig müde ist, schläft genug. Eines, das jeden Morgen mühsam geweckt werden muss und am Wochenende stundenlang nachschläft, hat unter der Woche zu wenig.

Bei Jugendlichen kommt eine biologische Besonderheit dazu: In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr nach hinten – spätes Müdewerden ist dann keine Disziplinlosigkeit, sondern Physiologie. Umso wichtiger sind feste Aufstehzeiten und Tageslicht am Morgen.

Was gutem Schlaf hilft

+ Regelmäßigkeit: Zubettgeh- und Aufstehzeiten möglichst konstant halten, auch am Wochenende nicht um mehr als eine Stunde verschieben.

+ Abendroutine: Immer derselbe Ablauf – etwa Zähneputzen, Vorlesen oder leise Musik – signalisiert dem Körper, dass Schlafenszeit ist. Das wirkt bei Kleinen wie bei Großen.

+ Bildschirmpause: etwa eine Stunde vor dem Schlafen keine Bildschirme mehr, Geräte über Nacht aus dem Zimmer. Das betrifft nicht nur das Licht – auch spannende Inhalte und Nachrichten halten das Gehirn wach.

+ Das Zimmer: dunkel, ruhig und eher kühl. Das Bett ist zum Schlafen da, nicht für Hausaufgaben oder Strafen („Geh auf dein Zimmer!“) – sonst verknüpft das Kind es mit Anspannung.

+ Bewegung und Tageslicht: Wer sich tagsüber draußen ausgetobt hat, schläft abends leichter ein. Sport direkt vor dem Zubettgehen kann dagegen aufputschen.

+ Essen und Trinken: Abends keine großen Mahlzeiten mehr – und aufpassen bei Cola, Eistee und Energydrinks: Sie enthalten Koffein, das bei Kindern lange nachwirkt. Energydrinks gehören generell nicht in Kinderhände.

Melatonin für Kinder? Bitte nicht auf eigene Faust

Melatonin-Gummibärchen, -Sprays und -Tropfen werden derzeit stark beworben und sind teils frei verkäuflich – in Aufmachung und Geschmack gezielt auf Kinder zugeschnitten. Davon raten wir ohne ärztliche Begleitung ab, aus drei Gründen: Ein- und Durchschlafprobleme bei Kindern haben meist Ursachen im Tagesablauf, die ein Präparat nicht löst, sondern überdeckt. Zur längerfristigen Anwendung bei gesunden Kindern fehlen ausreichende Daten. Und die tatsächlich enthaltenen Mengen schwanken zwischen Produkten erheblich.

Es gibt Situationen, in denen Melatonin bei Kindern ärztlich eingesetzt wird – das gehört dann aber in kinderärztliche Hand, mit klarer Indikation und Begleitung. Wenn Ihr Kind über Wochen schlecht ein- oder durchschläft, ist das Gespräch in der Praxis der richtige Weg, nicht das Regal.

Konzentration: was wirklich hilft

+ Ausgeschlafen sein – der mit Abstand größte Hebel. Müdigkeit sieht bei Kindern oft nicht müde aus, sondern zappelig und reizbar.

+ Frühstück und Trinken: ein Frühstück oder zumindest ein Pausenbrot und eine Wasserflasche in der Tasche – Flüssigkeitsmangel macht müde und unkonzentriert.

+ Pausen bei den Hausaufgaben: lieber mehrere kurze Einheiten mit Bewegungspausen als eine zähe Stunde am Stück. Jüngere Kinder können sich nur wenige Minuten am Stück konzentrieren – das ist normal.

+ Ruhiger Arbeitsplatz: ohne laufenden Fernseher und ohne Handy in Sichtweite – schon das stumme Gerät auf dem Tisch lenkt ab.

+ Bewegung nach der Schule: erst toben, dann Hausaufgaben funktioniert bei vielen Kindern besser als umgekehrt.

Und die „Konzentrations-Präparate“ aus der Werbung? Ein gesund ernährtes Kind braucht für Aufmerksamkeit und Lernen keine Nahrungsergänzung – Wunder darf man von keinem Produkt erwarten. Bevor Sie Geld dafür ausgeben, sprechen Sie uns an: Meist steckt der wirksamere Hebel in Schlaf, Bewegung oder Medienzeiten.

Wann Sie genauer hinschauen sollten

Lautes Schnarchen oder Atemaussetzer im Schlaf – das gehört immer kinderärztlich abgeklärt, häufig stecken vergrößerte Rachenmandeln dahinter

Ein- oder Durchschlafprobleme, die länger als einige Wochen bestehen

ausgeprägte Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafzeit

Konzentrations- oder Verhaltensauffälligkeiten, die Kind oder Familie deutlich belasten oder in der Schule zum Dauerthema werden – das gehört fachlich eingeordnet, nicht selbst therapiert

wenn Sorgen, Ängste oder anhaltende Niedergeschlagenheit den Schlaf stören – suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Kind und der kinderärztlichen Praxis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH · Stand: 7. September 2026. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt, auch für Bildmaterial. Die Inhalte werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und redaktionell verantwortet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Schlaf und Konzentration

Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Als Orientierung: Grundschulkinder etwa neun bis elf Stunden, Jugendliche etwa acht bis zehn. Verlässlicher ist der Blick auf den Tag – wer morgens leicht wach wird und tagsüber fit ist, schläft genug.

Darf ich meinem Kind Melatonin-Gummibärchen geben?

Nicht ohne ärztliche Rücksprache. Schlafprobleme bei Kindern haben meist Ursachen im Tagesablauf, zur längeren Anwendung bei gesunden Kindern fehlen ausreichende Daten, und die enthaltenen Mengen schwanken je nach Produkt erheblich.

Mein Kind will abends nicht ins Bett – was hilft?

Feste Zeiten und eine immer gleiche Abendroutine, Bildschirme eine Stunde vorher aus, das Zimmer dunkel und ruhig. Veränderungen brauchen ein bis zwei Wochen Geduld, bis sie greifen.

Warum wird mein Teenager abends nicht müde?

In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr nach hinten – das ist Biologie, keine Faulheit. Helfen können feste Aufstehzeiten, Tageslicht am Morgen und Bildschirmdisziplin am Abend.

Machen Cola und Energydrinks wirklich etwas aus?

Ja. Sie enthalten Koffein, das bei Kindern lange nachwirkt und Ein- und Durchschlafen stört. Energydrinks sind für Kinder und Jugendliche generell ungeeignet.

Helfen Vitamine oder Omega-3 bei der Konzentration?

Ein gesund ernährtes Kind braucht dafür keine Präparate. Der wirksamere Hebel liegt fast immer bei Schlaf, Bewegung, Frühstück und Medienzeiten – wir beraten Sie gerne ehrlich dazu.

Mein Kind schnarcht – ist das schlimm?

Gelegentliches Schnarchen bei Erkältung ist harmlos. Lautes, regelmäßiges Schnarchen oder Atemaussetzer gehören dagegen immer kinderärztlich abgeklärt.

Wo bekomme ich in Wiesbaden Beratung dazu?

Im APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke. Wir beraten Sie gerne persönlich oder telefonisch unter 0611 / 30 28 09.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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