Sonnenbrand
Sonnenbrand – richtig behandeln und vermeiden
Eine Stunde zu lange in der Sonne und schon brennt die Haut – Sonnenbrand ist mehr als unangenehm. Rote, heiße, schmerzende Haut und im schlimmsten Fall Blasen: Das macht den Sommer weniger angenehm. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden zeigen wir Ihnen, wie Sie schnell Linderung finden, was wirklich hilft – und wie Sie Sonnenbrand von vornherein vermeiden.


Sofort aus der Sonne
Die erste Regel bei Sonnenbrand: Kühlung und Schatten. Feuchte, kühle Umschläge oder Dusche sind ideal – aber nicht eiskalt!
Aloe Vera – das Klassiker-Hausmittel
Aloe-Vera-Gel wirkt kühlend, feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend. Erhältlich in jeder Apotheke – einfach dünn auftragen.
Viel trinken – der Körper heilt von innen
Sonnenbrand entzieht der Haut Feuchtigkeit. Viel Wasser trinken hilft dem Körper, die beschädigte Haut zu regenerieren.
In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden finden Sie spezialisierte After-Sun-Lotionen, Aloe-Vera-Gels, kühlende Sprays und schmerzlindernde Mittel für die schnelle Soforthilfe.
Zum Online-ShopSie haben einen Sonnenbrand und wissen nicht, was zu tun ist? Oder sind sich unsicher, ob ein Arztbesuch nötig ist? Unsere Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie gerne – schnell und unkompliziert.
Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit der Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie persönlich zu Behandlung und Vorbeugung von Sonnenbrand.
Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH
Wie entsteht Sonnenbrand?
Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut auf zu intensive UV-Strahlung. Die UV-Strahlen schädigen die Zellen der obersten Hautschicht. Der Körper reagiert mit Rötung, Schwellung, Wärmegefühl und Schmerzen. Die ersten Anzeichen zeigen sich meist 3 bis 6 Stunden nach dem Sonnenbad – manchmal erst am nächsten Tag.
Sonnenbrand in drei Schweregrad-Stufen
Stufe 1 (leicht): Die Haut ist gerötet und schmerzt. Es gibt keine Blasen. Dies ist der häufigste Fall und heilt meist in 3–5 Tagen ab.
Stufe 2 (mittel): Sonnenbrand mit Blasenbildung, deutliche Rötungen und Verbrennungserscheinungen. Hier ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Die Heilung dauert 1–2 Wochen.
Stufe 3 (schwer): Schwerer Sonnenbrand mit großflächig zerstörten Hautpartien und starkem Abschälen der Haut. Ein Arztbesuch ist zwingend erforderlich. Eine ärztliche Behandlung ist essentiell.
Sofortmaßnahmen – was hilft wirklich?
1. Kühlen: Das Wichtigste ist, die Haut sofort zu kühlen. Feuchte, kühle Umschläge sind angenehm, während Quark oder Joghurt zwar kurzfristig kühlend wirken, aber nicht steril sind und gereizte Haut zusätzlich belasten können. Verwenden Sie lieber feuchte Kompressen oder eine kühle Dusche (nicht eiskalt!).
2. Aloe Vera: Wie Studien zu Aloe Vera belegen, hat die Heilpflanze eine entzündungshemmende und feuchtigkeitsspendende Wirkung. Das Gel lindert Juckreiz und fördert die Heilung. Tragen Sie es dünn und gleichmäßig auf die betroffenen Stellen auf. Achtung: Bei offenen Wunden oder Blasen nicht verwenden.
3. Feuchtigkeitspflege: After-Sun-Lotionen oder hautberuhigende Pflegeprodukte mit Dexpanthenol versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen die Heilung.
4. Viel trinken: Eine Sonnenbrandverletzung entzieht der Haut Wasser. Trinken Sie reichlich Wasser, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen.
5. Sonne meiden: Solange der Sonnenbrand noch frisch ist, sollten Sie unbedingt in den Schatten. Weitere Sonneneinstrahlung vertieft den Schaden.
Was hilft bei Sonnenbrand im Gesicht?
Wann sollte ich zum Arzt?
Sonnenstich vs. Sonnenbrand – wo ist der Unterschied?
Der Sonnenbrand ist eine lokale Hautschädigung durch UV-Strahlung. Der Sonnenstich dagegen ist eine Überhitzung und Reizung der Hirnhäute – entsteht also von innen durch zu lange direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Symptome sind Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und im schlimmsten Fall Veränderungen des Bewusstseins. Ein Sonnenstich ist ernst zu nehmen und erfordert sofortigen Arztbesuch.
Sonnenbrand vorbeugen – der beste Schutz
Sonnenbrand bei Babys und Kleinkindern
Babys unter 6 Monaten sollten gar nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Nutzen Sie Kinderwagen mit Sonnenschutz und bleiben Sie im Schatten. Bei älteren Kindern ist Sonnencreme ab LSF 50+ essentiell, aber auch Schutzkleidung ist im Gespränn mit Sonnenmitteln ideal. Tritt bei Kindern ein Sonnenbrand auf, sollten Sie schnell einen Arzt aufsuchen.
Wie lange hält ein Sonnenbrand?
Ein leichter Sonnenbrand heilt meist in 3 bis 5 Tagen ab. Bei Blasenbildung oder stärkeren Verbrennungen kann die Heilung 1 bis 2 Wochen oder länger dauern.
Können Hausmittel wie Quark wirklich helfen?
Quark wirkt zwar kurzfristig kühlend, ist aber nicht steril und kann gereizte Haut zusätzlich belasten. Besser: feuchte Kompressen mit Wasser oder Aloe Vera Gel aus der Apotheke.
Ist Aloe Vera bei jedem Sonnenbrand geeignet?
Aloe Vera wirkt kühlend und entzündungshemmend, sollte aber nicht bei offenen Wunden oder Blasen verwendet werden. Bei schwerem Sonnenbrand: lieber einen Arzt konsultieren.
Kann ich mein Kind mit meiner Sonnencreme eincremen?
Nein, Babys und Kleine Kinder brauchen spezielle Kindersonnencreme mit LSF 50+. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach der geeigneten Marke für das Alter Ihres Kindes.
Verschärft jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko?
Ja. Wiederholte Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, erhöhen das Hautkrebsrisiko deutlich. Konsequenter Sonnenschutz ist deshalb lebenswichtig.
Darf ich in die Sonne, wenn ich noch einen Sonnenbrand habe?
Nein. Weitere UV-Exposition verzögert die Heilung und verschärft den Schaden. Bleiben Sie im Schatten, bis der Sonnenbrand vollständig abgeheilt ist.