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Sonnenbrand

★ Thema der Woche · KW 27 · 29. Juni 2026

Sonnenbrand – richtig behandeln und vermeiden

Eine Stunde zu lange in der Sonne und schon brennt die Haut – Sonnenbrand ist mehr als unangenehm. Rote, heiße, schmerzende Haut und im schlimmsten Fall Blasen: Das macht den Sommer weniger angenehm. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden zeigen wir Ihnen, wie Sie schnell Linderung finden, was wirklich hilft – und wie Sie Sonnenbrand von vornherein vermeiden.

Schnell informiert
Unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Sofort aus der Sonne

Die erste Regel bei Sonnenbrand: Kühlung und Schatten. Feuchte, kühle Umschläge oder Dusche sind ideal – aber nicht eiskalt!

Tipp 2

Aloe Vera – das Klassiker-Hausmittel

Aloe-Vera-Gel wirkt kühlend, feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend. Erhältlich in jeder Apotheke – einfach dünn auftragen.

Tipp 3

Viel trinken – der Körper heilt von innen

Sonnenbrand entzieht der Haut Feuchtigkeit. Viel Wasser trinken hilft dem Körper, die beschädigte Haut zu regenerieren.

Mittel aus der Apotheke
After-Sun-Produkte, Aloe Vera & Co.

In unseren fünf Apotheken in Wiesbaden finden Sie spezialisierte After-Sun-Lotionen, Aloe-Vera-Gels, kühlende Sprays und schmerzlindernde Mittel für die schnelle Soforthilfe.

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Persönliche Beratung
Wir helfen bei Sonnenbrand

Sie haben einen Sonnenbrand und wissen nicht, was zu tun ist? Oder sind sich unsicher, ob ein Arztbesuch nötig ist? Unsere Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie gerne – schnell und unkompliziert.

Ausführlich erklärt
Sonnenbrand – das sollten Sie wissen

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit der Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie persönlich zu Behandlung und Vorbeugung von Sonnenbrand.

Fachlich geprüft von Johannes Luh, Apotheker · APOTHEKEN TEAM LUH

Wie entsteht Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut auf zu intensive UV-Strahlung. Die UV-Strahlen schädigen die Zellen der obersten Hautschicht. Der Körper reagiert mit Rötung, Schwellung, Wärmegefühl und Schmerzen. Die ersten Anzeichen zeigen sich meist 3 bis 6 Stunden nach dem Sonnenbad – manchmal erst am nächsten Tag.

Sonnenbrand in drei Schweregrad-Stufen

Stufe 1 (leicht): Die Haut ist gerötet und schmerzt. Es gibt keine Blasen. Dies ist der häufigste Fall und heilt meist in 3–5 Tagen ab.

Stufe 2 (mittel): Sonnenbrand mit Blasenbildung, deutliche Rötungen und Verbrennungserscheinungen. Hier ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Die Heilung dauert 1–2 Wochen.

Stufe 3 (schwer): Schwerer Sonnenbrand mit großflächig zerstörten Hautpartien und starkem Abschälen der Haut. Ein Arztbesuch ist zwingend erforderlich. Eine ärztliche Behandlung ist essentiell.

Sofortmaßnahmen – was hilft wirklich?

1. Kühlen: Das Wichtigste ist, die Haut sofort zu kühlen. Feuchte, kühle Umschläge sind angenehm, während Quark oder Joghurt zwar kurzfristig kühlend wirken, aber nicht steril sind und gereizte Haut zusätzlich belasten können. Verwenden Sie lieber feuchte Kompressen oder eine kühle Dusche (nicht eiskalt!).

2. Aloe Vera: Wie Studien zu Aloe Vera belegen, hat die Heilpflanze eine entzündungshemmende und feuchtigkeitsspendende Wirkung. Das Gel lindert Juckreiz und fördert die Heilung. Tragen Sie es dünn und gleichmäßig auf die betroffenen Stellen auf. Achtung: Bei offenen Wunden oder Blasen nicht verwenden.

3. Feuchtigkeitspflege: After-Sun-Lotionen oder hautberuhigende Pflegeprodukte mit Dexpanthenol versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen die Heilung.

4. Viel trinken: Eine Sonnenbrandverletzung entzieht der Haut Wasser. Trinken Sie reichlich Wasser, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen.

5. Sonne meiden: Solange der Sonnenbrand noch frisch ist, sollten Sie unbedingt in den Schatten. Weitere Sonneneinstrahlung vertieft den Schaden.

Was hilft bei Sonnenbrand im Gesicht?

+  Kühlende Gesichtsmaske oder feuchte, kühle Kompressen
+  Aloe-Vera-Gel oder kühlende Gesichtscreme (sparsam auftragen)
+  Lippen mit spezialisiertem Lippenbalsam schützen (z. B. mit Zink)
+  Augenpartie vorsichtig behandeln – keine reizenden Stoffe

Wann sollte ich zum Arzt?

+  Bei Blasenbildung (Stufe 2/3)
+  Wenn Symptome nach 3–5 Tagen nicht abklingen
+  Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen – Verdacht auf Sonnenstich
+  Bei großflächigen, starken Verbrennungen
+  Bei Babys und Kleinkindern – schnell ärztlich abklären

Sonnenstich vs. Sonnenbrand – wo ist der Unterschied?

Der Sonnenbrand ist eine lokale Hautschädigung durch UV-Strahlung. Der Sonnenstich dagegen ist eine Überhitzung und Reizung der Hirnhäute – entsteht also von innen durch zu lange direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Symptome sind Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und im schlimmsten Fall Veränderungen des Bewusstseins. Ein Sonnenstich ist ernst zu nehmen und erfordert sofortigen Arztbesuch.

Sonnenbrand vorbeugen – der beste Schutz

+  Lichtschutzfaktor (LSF) 30 oder höher: Für tägliche Aktivitäten. Am Strand oder bei Bergsport LSF 50+.
+  Regelmäßig nachcremen: Alle 2 Stunden oder nach Wasser-Kontakt.
+  Mittagssonne meiden: 11–15 Uhr ist die UV-Strahlung am intensivsten.
+  Schutzkleidung: UV-Shirts, Hüte, Sonnenbrillen schützen zuverlässig.
+  Auch an bewölkten Tagen: UV-Strahlen dringen durch Wolken.
+  Besondere Achtung im Gebirge, am Wasser: Reflexion erhöht die UV-Belastung.

Sonnenbrand bei Babys und Kleinkindern

Babys unter 6 Monaten sollten gar nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Nutzen Sie Kinderwagen mit Sonnenschutz und bleiben Sie im Schatten. Bei älteren Kindern ist Sonnencreme ab LSF 50+ essentiell, aber auch Schutzkleidung ist im Gespränn mit Sonnenmitteln ideal. Tritt bei Kindern ein Sonnenbrand auf, sollten Sie schnell einen Arzt aufsuchen.

Gut zu wissen
Häufige Fragen zu Sonnenbrand

Wie lange hält ein Sonnenbrand?

Ein leichter Sonnenbrand heilt meist in 3 bis 5 Tagen ab. Bei Blasenbildung oder stärkeren Verbrennungen kann die Heilung 1 bis 2 Wochen oder länger dauern.

Können Hausmittel wie Quark wirklich helfen?

Quark wirkt zwar kurzfristig kühlend, ist aber nicht steril und kann gereizte Haut zusätzlich belasten. Besser: feuchte Kompressen mit Wasser oder Aloe Vera Gel aus der Apotheke.

Ist Aloe Vera bei jedem Sonnenbrand geeignet?

Aloe Vera wirkt kühlend und entzündungshemmend, sollte aber nicht bei offenen Wunden oder Blasen verwendet werden. Bei schwerem Sonnenbrand: lieber einen Arzt konsultieren.

Kann ich mein Kind mit meiner Sonnencreme eincremen?

Nein, Babys und Kleine Kinder brauchen spezielle Kindersonnencreme mit LSF 50+. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach der geeigneten Marke für das Alter Ihres Kindes.

Verschärft jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko?

Ja. Wiederholte Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, erhöhen das Hautkrebsrisiko deutlich. Konsequenter Sonnenschutz ist deshalb lebenswichtig.

Darf ich in die Sonne, wenn ich noch einen Sonnenbrand habe?

Nein. Weitere UV-Exposition verzögert die Heilung und verschärft den Schaden. Bleiben Sie im Schatten, bis der Sonnenbrand vollständig abgeheilt ist.

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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