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★ Thema der Woche · KW 22 · 25. Mai 2026

Zecken & FSME – jetzt richtig schützen

Mit den wärmeren Tagen beginnt die Zeckensaison. Wer gerne wandert, im Garten arbeitet oder mit Kindern draußen spielt, sollte sich zuverlässig vor Zeckenstichen schützen. Zecken können Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Aus Ihrer Apotheke in Wiesbaden zeigen wir Ihnen, was wirklich hilft.

Schnell informiert
Unsere drei wichtigsten Tipps
Tipp 1

Vorher schützen

Lange Hose, geschlossene Schuhe und Hosenbeine in die Socken stecken. Anti-Zecken-Spray mit DEET oder Icaridin aus der Apotheke wirkt 4–8 Stunden zuverlässig.

Tipp 2

Nachher absuchen

Nach jedem Aufenthalt im Grünen den ganzen Körper kontrollieren – besonders Achseln, Kniekehlen, Leiste, Bauchnabel, hinter den Ohren und Kopfhaut. Bei Kindern besonders gründlich.

Tipp 3

Schnell entfernen

Das Borreliose-Risiko steigt erst nach 12 Stunden Saugzeit deutlich. Mit Zeckenkarte oder spitzer Pinzette aus der Apotheke hautnah greifen und gerade nach oben ziehen.

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Anti-Zecken-Sprays, Zeckenpinzetten, Zeckenkarten, Zeckenzangen und Desinfektionsmittel aus unserem Apothekensortiment.

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Wir beraten Sie gerne persönlich in unseren fünf Apotheken in Wiesbaden – oder telefonisch.

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Ausführlich erklärt
Zeckenschutz in Wiesbaden – was Sie wissen sollten

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – mit der Turm-Apotheke, Geissels-Apotheke, Taunus-Apotheke, Welfenhof-Apotheke und Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie persönlich zum richtigen Zeckenschutz für die ganze Familie.

Zeckenbiss oder Zeckenstich – was stimmt?

Korrekt ist Zeckenstich. Zecken haben einen Stechapparat und beissen nicht, sondern stechen. Sie suchen mit ihren Vorderbeinen geeignete Hautstellen, oft über Stunden, bevor sie zustechen. Eine frühe Entdeckung während dieser Suchphase kann den Stich vollständig verhindern.

Wo lauern Zecken?

Anders als oft angenommen, lassen sich Zecken nicht von Bäumen fallen. Sie sitzen in Gras, Gebüsch und Laub bis etwa 1,50 m Höhe und werden beim Vorbeistreifen abgestreift. Besonders viele gibt es in Waldrändern, an Bachläufen, in hohen Wiesen, Parks und im eigenen Garten. Im Taunus, im Rheingau und entlang des Rheinufers sollten Sie während der warmen Monate besonders aufmerksam sein.

FSME vs. Borreliose – der Unterschied

+  FSME (Virus): Symptome 1–2 Wochen nach Stich. Grippeähnlich, danach kann eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung auftreten. Nicht ursachen-heilbar, aber durch Impfung vermeidbar.
+  Borreliose (Bakterium): Wanderröte nach Tagen bis Wochen (bei ca. 90 % der Fälle), später Gelenkschmerzen, Nervenprobleme möglich. Mit Antibiotika behandelbar – aber keine Impfung verfügbar.
+  Wichtig: Laut RKI kommt es nur bei 0,3–1,4 % der Zeckenstiche zu einer Erkrankung – aber das Risiko sinkt deutlich, je schneller die Zecke entfernt wird.

FSME-Risiko in Hessen

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht jährlich eine aktualisierte Liste der FSME-Risikogebiete in Deutschland. Stark betroffen sind vor allem Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile Südhessens, Thüringens, Sachsens und Brandenburgs. Auch in einzelnen hessischen Landkreisen wurden in den vergangenen Jahren FSME-Fälle dokumentiert.

Eine aktuelle Übersicht aller offiziell ausgewiesenen FSME-Risikogebiete finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts (rki.de). Ob eine FSME-Impfung in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt – insbesondere, wenn Sie viel draußen unterwegs sind oder eine Reise in ein Risikogebiet planen.

Die FSME-Impfung – vom Hausarzt empfohlen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung Personen, die in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten leben oder dort viel Zeit draußen verbringen, sowie Reisenden in solche Regionen. In Risikogebieten werden die Kosten in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen, danach Auffrischung alle 3–5 Jahre. Bei Bedarf gibt es auch ein Schnellschema, das in wenigen Wochen einen Grundschutz aufbaut – ideal vor einer Reise oder zum Saisonstart.

Die FSME-Impfung schützt nur vor FSME, nicht vor Borreliose. Mechanischer Zeckenschutz bleibt wichtig.

Anti-Zecken-Mittel aus der Apotheke

+  DEET – sehr wirksamer Klassiker, 4–8 Stunden Schutz. Für Erwachsene, ältere Kinder und Reisen geeignet.
+  Icaridin – etwa gleich wirksam, hautfreundlicher, ab 2 Jahren geeignet.
+  Permethrin – zur Imprägnierung von Kleidung, hält mehrere Wäschen.
+  Natur-Repellents (Kokos, Lavendel, ätherische Öle) – sanfter, aber deutlich kürzer wirksam.

Zecke entfernen: Pinzette, Karte oder Zange?

Alle drei funktionieren – entscheidend ist die Technik:

+  Spitze Pinzette: Standard in jeder Hausapotheke, greift nah an der Haut. Wichtig: nicht quetschen.
+  Zeckenkarte: Praktisch für unterwegs, oft mit Lupe. V-förmige Aussparung flach auf der Haut entlang schieben.
+  Zeckenzange: Speziell entwickelt, vermeidet Quetschen durch federleichten Griff.
+  Zeckenschlinge: Besonders sanft, legt eine Schlinge um das Mundwerkzeug.

Schritt für Schritt: Zecke richtig entfernen

1.  Mit Zeckenkarte oder spitzer Pinzette die Zecke hautnah greifen – möglichst nah am Mundwerkzeug
2.  Langsam und gerade nach oben herausziehen – nicht drehen, nicht quetschen
3.  Keine Hausmittel: Kein Öl, kein Klebstoff, kein Alkohol, kein Nagellack – die Zecke gibt sonst vermehrt Speichel ab und das Infektionsrisiko steigt
4.  Wunde desinfizieren mit Hautdesinfektionsmittel aus der Apotheke
5.  Datum & Stelle notieren und Stichstelle 4–6 Wochen beobachten

Wann zum Arzt?

+  Rote ringförmige Hautrötung um die Stichstelle (Wanderröte) – Verdacht auf Borreliose
+  Grippeähnliche Symptome, Fieber, Kopfschmerzen 1–4 Wochen nach Stich
+  Gelenkschmerzen, neurologische Beschwerden, Nackensteife nach Wochen oder Monaten
+  Sie sind unsicher beim Entfernen
+  Stich am Kind – im Zweifel immer kinderärztlich abklären lassen
Gut zu wissen
Häufige Fragen zu Zecken & FSME

Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Mit einer Zeckenkarte, Zeckenzange oder spitzen Pinzette hautnah greifen und langsam, gerade nach oben herausziehen – nicht drehen, nicht quetschen. Anschließend die Wunde mit einem Hautdesinfektionsmittel reinigen. Die Stichstelle 4–6 Wochen beobachten.

Ein Teil der Zecke steckt noch in der Haut – was tun?

Keine Panik. Es handelt sich meist nicht um den Kopf, sondern um Reste des Stechapparats. Diese werden vom Körper innerhalb weniger Tage selbst abgestoßen. Wenn Sie unsicher sind oder sich die Stelle entzündet, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf.

Wann muss ich nach einem Zeckenstich zum Arzt?

Suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf, wenn Sie eine ringförmige Hautrötung um die Stichstelle bemerken (Wanderröte), grippeähnliche Symptome auftreten, Fieber, starke Kopf- oder Gliederschmerzen, Nackensteife oder neurologische Beschwerden auftreten. Beobachten Sie die Stichstelle 4–6 Wochen lang.

Sollte ich Öl oder Klebstoff auf die Zecke geben?

Auf keinen Fall. Bei diesen Hausmitteln gibt die Zecke vermehrt Speichel in die Wunde ab – das erhöht das Infektionsrisiko für FSME und Borreliose. Immer mechanisch mit Zeckenkarte, Zeckenzange oder Pinzette entfernen.

Macht es Sinn, die Zecke auf Erreger untersuchen zu lassen?

Laut Robert Koch-Institut nein. Ein positiver Nachweis von Borrelien oder FSME-Viren in der Zecke bedeutet nicht, dass es zu einer Infektion gekommen ist. Wichtiger ist, die Stichstelle und den eigenen Gesundheitszustand 4–6 Wochen zu beobachten.

Was kostet die FSME-Impfung?

Für Personen, die in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten leben oder dort beruflich/freizeitlich unterwegs sind, wird die FSME-Impfung in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Klare Auskunft erhält man bei der Krankenkasse oder beim Hausarzt.

Kann ich mich gegen Borreliose impfen lassen?

Nein. Für Borreliose gibt es derzeit keinen Impfstoff für Menschen. Schutz besteht nur durch das schnelle Entfernen der Zecke und mechanischen Schutz. Eine bereits durchgemachte Borreliose schützt auch nicht vor erneuter Infektion.

Wie lange muss eine Zecke saugen, um Krankheitserreger zu übertragen?

Bei Borreliose steigt das Risiko nach einer Saugzeit von mehr als 12 Stunden deutlich an, da die Bakterien erst aus dem Darm der Zecke wandern müssen. FSME-Viren hingegen können bereits kurz nach dem Stich übertragen werden, da sie in den Speicheldrüsen sitzen.

Wo finde ich die aktuelle Liste der FSME-Risikogebiete?

Eine offizielle, jährlich aktualisierte Übersicht veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) auf rki.de. Für individuelle Empfehlungen zur FSME-Impfung sprechen Sie bitte Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt an.

Wo bekomme ich in Wiesbaden eine persönliche Beratung?

Beim APOTHEKEN TEAM LUH in Wiesbaden – in der Turm-, Geissels-, Taunus-, Welfenhof- oder Schützenhof-Apotheke – beraten wir Sie gerne persönlich zum richtigen Zeckenschutz für die ganze Familie. Für die FSME-Impfung sprechen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an.

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

* Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

¹ Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP)

² Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

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